Eine angenehm warme Nacht wird durch Sonnenschein abgelöst. Genau so mögen wir es. Frühstücken an der Morgensonne und bald sitzen wir wieder in unseren Velositzen. Eigentlich wäre heute unser Ruhetag, doch es gibt weder auf dem Camping, noch in der näheren Umgebung eine Möglichkeit Kleider zu waschen, deshalb gibt es noch eine 6. Etappe.

Wir sind froh, dass wir frühzeitig entlang der Magdeburger Promenade fahren, denn bereits jetzt hat es viele Leute. Wir stellen uns vor wie es an diesem schönen Pfingstmontag zwei Stunden später aussehen mag. Entlang der Elbe fahren wir aus der Stadt und gelangen nach den ersten 20 km an das Schifffahrtsweg-Kreuz bei Hohenwarthe. Es ist faszinierend eine Brücke in Form eines Wasserkanals vor sich zu sehen.

Wir entscheiden uns, das alte Schiffshebewerk zu besichtigen und machen dafür einen kleinen Abstecher Richtung Westen.
Der Weg führt später zuerst dem Mittellandkanal entlang und wechselt dann wieder an die Elbe. Doch auch heute ist der Radweg nicht durchgängig. Wir wechseln per Fähre auf die andere Elbeseite, um die Baustelle zu umgehen, und finden da auch gleich einen Mittagsplatz mit Blick auf die Elbe. Es ist anscheinend noch nicht genug, dass durch die Dörfer verlegtes Kopfsteinpflaster uns seit Tagen immer wieder mächtig durchschüttelt, heute haben die Radwege auch noch Teer-Verwerfungen wegen Wurzeln, die uns teilweise beinahe aus den Sitzen hauen. Dafür sind die Förenwälder die wir durchfahren umso schöner.

Der Campingplatz liegt schön an mehreren Teichen. Es ist ruhig und wir haben die Wahl, wo wir unsere Zelte aufstellen wollen. Dem war anscheinend bis heute Morgen nicht so. Bis auf den letzten Platz voll sei es gewesen. Wir sind froh, erst heute hier zu sein und gestern einen Platz gefunden zu haben, der nicht so überfüllt war. Bei Froschgequake liegen wir im Zelt. Morgen ist nun definitiv Ruhetag, die Beine brauchen Erholung.