Heute stehen wir früh auf. Es soll eine längere Etappe werden. Als wir aufbrechen beginnt es zu dämmern und der Tag erwacht langsam.

Zuerst gehts am rechten Rheinufer entlang, bis wir bei Bonn die Seite wechseln. Der Radweg ist anfänglich sehr gut und auch stark befahren. Wir radeln quasi im Kölner Pendlerverkehr. Später nimmt die Anzahl Radler ab und gleichzeitig sinkt auch die Radwegqualität. In Niederkassel gehen wir im Bio Markt einkaufen und gönnen uns auch etawas zum aufwärmen, denn es ist noch ziemlich frisch.

Nach Bonn beginnt dann das Promenade radeln. Wir sind wieder unter vielen anderen Radfahrern und fahren alles entlang des Uferwegs. Zum Glück sind nicht alles Dörfer und Promenadenrestaurants, wir wären jetzt noch am schieben der Velos durch die Fussgängerzonen. Später durchfahren wir auch Abschnitte entlang der Autobahn, was für ein Kontrast. Wir sind zügig unterwegs und kommen totz der 100 km bezeiten in Koblenz auf dem Rhein-Mosel-Camping an.

Strahlend blau zeigt sich der Tag und die Sonne wärmt. Wieder einmal T-Shirt-Wetter trotz mässigem Gegenwind. Pausen geniessen wir an der Sonne. Es kommt richtiges Spätsommerfeeling auf.
Ddas Nachziehen des lenklagers vorne bei Petra, hat dazu geführt, dass das Lenken sehr schwergängig ging. Heute wir das ganze wieder etwas gelöst. Wir beobachten viele Schiffe. Witzig ist, dass die flussaufwärts fahrenden Schiffe etwa das gleiche Reisetempo haben, wie wir. So überholen wir den Frachter Arouero kurz nach Bonn das erste Mal. In der Mittagspause überholt er uns wieder. Im weiteren Verlauf fahren wir wieder schneller und als wir auf dem Camping das Zelt aufbauen, biegt der mit Stahlschrott beladene Frachter gerade in die Mosel ein.

Der Camping ist ziemlich gross und unser Zeltnachbar, ein Teenager mit Betreuer, schaut überlaut Videos. Zum Glück sind wir müde und haben einen guten Schlaf. Dass es heute Morgen dunkel war, sehen wir am Aussenzelt. Die Hinterlassenschaften von Vögeln kommen beim Auspacken zum Vorschein. Morgen ist Sightseeing angesagt. Wir bleiben hier und geniessen einen weiteren Tag ohne in die Pedale zu treten.